Anwendung von IMU-Technologie in Sport und Medizin: Studierende entwickeln innovative Projekte in interaktiven Workshops

31. Mai 2024

Internationale Projektteams aus Tschechien, Deutschland und Österreich arbeiten gemeinsam an sensorgestützter Analyse zur Unterstützung von Sportler*innen.

Im Sommersemester 2024 fand an der FH Technikum Wien das zweite Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) mit dem Titel Technological innovation to support coaching in sports and health statt, das gemeinsam mit der Brno University of Technology und TU Chemnitz entwickelt wurde.

Ziel des BIPs war es, wie auch im Vorjahr, zu erlernen, wie man Inertialmessgeräte (IMUs) einsetzt, um menschliche Bewegung zu analysieren um schlussendlich die Entscheidungen von Trainer*innen zu unterstützen oder die Fähigkeiten von Sportler*innen und Patient*innen zu bewerten und zu verbessern. In mehreren Workshops wurden Hintergründe zu IMU Sensoren, menschlichem Gleichgewicht, Datenanalyse sowie Biomechanik und Leistungsbeurteilung durch die Lektor*innen der teilnehmenden Hochschulen online präsentiert. Mit diesen Grundlagen entwickelten die 35 Studierenden der drei Hochschulen ihre Gruppenprojekte, an denen sie mit ihren Teamkolleg*innen während des Semesters online arbeiteten. So beschäftigen sich die Studierenden z. B. mit der Frage ob unterschiedliche Laufstile und Laufschuheigenschaften anhand der Messdaten einer IMU erkannt werden können oder mit der Analyse von Handballwürfen. Die Studierenden und Lektor*innen trafen sich von 13. bis 17. Mai vor Ort an der FH Technikum Wien, um ihre Projekte abzuschließen.

Teil des Programms waren neben der gemeinsamen Projektarbeit auch Teambuilding-Aufgaben, ein Ausflug zu Head Tyrolia sowie ein Beachvolleyballturnier und ein Abendessen um die gemeinsame Woche ausklingen zu lassen. Am Ende der Vor-Ort-Woche in Wien mussten alle Gruppen ihre fertigen Projekte vor einer Jury präsentieren. Um das BIP erfolgreich abzuschließen, müssen die Studierenden nun noch einen wissenschaftlichen Artikel über ihr Forschungsprojekt verfassen.

Ein Erasmus+ Blended Intensive Programme ist eine Kombination von Kurzzeitmobilität und Onlineelementen. Es ermöglicht Studierenden in internationalen Projektgruppen zu arbeiten und neben akademischem Wissen auch interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, vor allem, wenn eine Langzeitmobilität in Form von Auslandssemester oder -praktikum für die Studierenden nicht möglich ist.

Diese Veranstaltung wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Erasmus+ kofinanziert.

Fotos © Fabian Orner

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